Die Figuren stehen am Eingang zum Inle Resort & Spa, wenn man sich von der See-Seite nähert. |
Schnell stellten wir fest, dass es in der Umgebung nicht viel Auswahl gab. Wir spazierten weiter und nach ca. 3 km kamen wir an einen Abzweig, der zu einem am See gelegenen Dorf, Mine Thauk, führte. Das Dorf kann man über einen Holzsteg erreichen. Die Häuser sind auf Pfählen im See errichtet und auch untereinander mit Holzstegen verbunden. Manche der Häuser können nur per Boot erreicht werden.
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Waschtag (1) |
Im Dorf gab es auch einige Restaurants, aber wir hatten eigentlich keine Lust, die Strecke abends zurückzulegen, dafür war es doch zu abgelegen. Alternativ hätten wir auch mit dem Boot vom Hotel aus in den Ort Nyaung Shwe fahren können, aber eine fast halbstündige Fahrt in der abendlichen Kälte, nur um bei den Essenkosten zu sparen, war auch nicht das, was uns vorschwebte. Wir aßen letztendlich jeden Abend im Hotel.
Übrigens hatte der junge Burmese von vorhin sich an unsere Fersen geheftet. Wie sich herausstellte, besaß er ein Boot und wollte uns über den See zurück zu unserem Hotel bringen. Da die morgendlichen Kühle mittlerweile von der Mittagshitze abgelöst worden war, gefiel uns die Idee recht gut. Wir einigten uns für die kurze Fahrt auf eine Preis von 10.000 Kyat und jetzt waren wir schon zum zweiten Mal per Boot auf dem Inle-See unterwegs! (Zur Erinnerung: Bei unserer Ankunft am Vortag hatten wir von Nyaung Shwe aus auch ein Boot zum Hotel genommen.)
Der 900 m über Meeresspiegel gelegene Inle-See ist ca. 12.000 Hektar groß (ca. 40 x 5 km, bzw. 22 x 10 km, da sind sich die Quellen nicht einig und ich hatte keine Gelegenheit nachzumessen 😉) und recht flach. In der Trockenzeit beträgt die Tiefe etwa 2,10 m, in der Regenzeit 3,70 m. In 17 Dörfern am und auf dem See leben ca. 70.000 Menschen, die sich selbst Intha nennen (Söhne des Sees).
Auf dem See betreiben die Intha Ackerbau, wobei Gemüse, Früchte und Blumen auf einer Mischung aus Sumpf, Erde und Wasserhyazinthen angebaut werden. Das Ganze wird auf Bambuspfählen befestigt.
Wasserhyazinthen am Inle See |
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Tomatenanbau auf dem See |
Diese schwimmenden Gärten stellen aber auch eine Gefahr für das Habitat da, denn zum einen versumpft der See durch Vergrößerung der Anbaufläche immer mehr und zum anderen werden Düngemittel und Pestizide bei der Landwirtschaft benutzt, die dazu führen, dass einige der weltweit einzigartigen Schneckenarten im See bereits vom Aussterben bedroht sind. Abwässer, die ungereinigt vom Ufer eingeleitet werden, tragen auch dazu bei, dass die Wasserqualität immer schlechter wird.
Das Inle Resort vom See aus gesehen |
Wieder am Hotel angekommen einigten wir uns mit unserem Bootsfahrer darauf, dass wir am nächsten Tag die Sightseeing-Tour auf dem Inle-See auch mit ihm machen wollten. Der Preis von 30.000 MMK für die Tagestour, den er uns anbot, erschien uns günstig. Was wir am und auf dem See am nächsten Tag entdeckten, könnt ihr hier nachlesen.
Den Nachmittag verbrachten wir dann am Pool, wobei an ein Baden im Pool nicht zu denken war: Die Wassertemperatur war eisig! Zum Sonnenuntergang zogen wir uns gegen die einsetzende abendliche Kühle eine Jacke über und gingen an die direkt am See gelegene Hotelbar.
Darüber gibt es unter diesem Link ein separates Posting.
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