Nachdem wir unsere Koffer in unseren Zimmern abgestellt hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur nahegelegenen Shwedagon-Pagode.
Wir betraten die Terrasse mit der Pagode und den Nebenbauten vom Nordtor aus. Ein grandioser Anblick! |
Der Legende nach wurde die erste Pagode an dieser Stelle bereits vor mehr als 2600 Jahren errichtet. Burmesische Händler mit Namen Tapussa und Bhallika besuchten Prinz Siddhartha in Indien, nachdem er gerade zum Gautama Buddha geworden war, und boten ihm Honigkuchen an. Daraufhin überreichte ihnen Buddha 8 seiner Haare. Auf dem Rückweg nach dem heutigen Yangon verloren sie allerdings 4 der Haare bei einem Überfall. Trotzdem wurde bereits die ursprünglichen Pagode, die ca. 10 m hoch war, für 8 Haare gebaut, denn als die beiden Händler, zuhause angekommen, die Schatulle öffneten, in der sie die Haare transportiert hatten, waren es wieder 8! Das erste von mehreren Wundern, die sich um die Shwedagon-Pagode ranken.
Die Stupa, wie wir sie heute kennen, stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Teile der Stupa, die als Lotusblütenblätter und Bananenblüte bezeichnet werden, sind mit 13.158 Goldtafeln verkleidet, während die restliche Stupa mit Blattgold verkleidet ist. Mehr als 5000 Diamanten und mehr als 2000 Rubine und Saphire schmücken den Hti (Schirm). Der große Diamant an der Spitze hat 76 Karat!
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Bildquelle: Wikipedia |
Der "Himmelswagen" auf der Westseite der Pagode ist an einem Seilzug befestigt, der bis zum "Himmelstor" führt. |
Wächterlöwen am Nordeingang der Shwedagon-Pagode |
Es heißt, dass die Naung Dawgyi Pagode gleich links, wenn man vom nördlichen Aufgang kommend die Terrasse betritt, die 8 Haare Buddhas bis zur Fertigstellung der Shwedagon-Pagode beherbergte.
Gegenüber von der Naung Dawgyi Pagode ist ein Schrein, der einen Fußabdruck Buddhas beherbergt. Dieser Fußabdruck blieb unseren Augen allerdings verborgen.
Normalerweise umrunden Gläubige die Pagode drei Mal im Uhrzeigersinn, wir hielten uns allerdings nach rechts und kamen an dem Gautama Buddha Image Pavillon vorbei.
Blick auf den Vorraum des Gautama Buddha Schreins Zum eigentlichen Heiligtum war der Zugang am Tag unseres Besuches abgehängt. |
Direkt gegenüber liegt die Quelle / Waschplatz für die Reliquie der Heiligen Haare.
Wenige Schritte sind es dann noch bis zur König Singu Glocke, die mit 23 Tonnen nur etwa halb so schwer ist wie die König Tharyarwady Glocke, die sich auf der gegenüberliegenden Seite des Geländes befindet.
Die Glocke hängt in einer Art Vorraum zu einer Versammlungshalle, in der sich die 9 m hohe Chanthagyi Buddha Statue befindet.
Links im Bild die Quelle / Waschplatz, rechts im Bild der Gautama Buddha Schrein, im Hintergrund der Mahabodhi Schrein |
Mahabodhi Schrein |
Wunscherfüllungshalle Die Gläubigen knien davor, bringen Opfergaben dar und beten um die Erfüllung ihrer Wünsche. |
Auch der Kawnagammana Buddha Pavillon liegt auf der Südseite des Geländes.
Frauen haben keinen Zutritt, allerdings wird das Geschehen im Innern per Video auf die Bildschirme draußen übertragen. |
Weitere Eindrücke von den vielen Schreinen, 64 kleineren Pagoden, Buddha-Figuren, Pavillons und - nicht zuletzt - den Gläubigen auf dem Gelände der Shwedagon-Pagode:
Reclining Buddhas
(beide auf der Westseite des Geländes)
(beide auf der Westseite des Geländes)
Die Bilder unterhalb der Decke erzählen die Legende vom Goldenen Felsen. |
Einer der Bodhi-Bäume auf dem Gelände, die von dem Baum abstammen, unter dem Buddha die Erleuchtung fand.
Ein Blick auf Yangon von der Ostseite des Geländes aus:
Der Zutritt vom Osten her erfolgt über einen Fahrstuhl (= Turm rechts) |
So schön ist der Zaun am Osteingang. |
Freitags-Ecke (Meerschweinchen, Venus, Nord) |
Samstags-Ecke (Naga-Schlange, Saturn, Südwest) |
Dienstags-Ecke (Löwe, Mars, Südost) |
Mittwochnachmittags-Ecke (Elefant ohne Stoßzähne, imaginärer Planet Rahu, Nordwest) |
Wunderschöner Blumenschmuck vor einem der Schreine (Wunscherfüllungshalle) |
Diese Blumen werden gleich an einem der Wochentags-Brunnen geopfert. |
Selfie mit Kathrin. Sie war während der gesamten Reise ein beliebtes Fotomotiv für die Burmesen. |
Übersichtskarte des Pagoden-Geländes |
Was wir in Yangon sonst noch unternommen habe, habe ich hier berichtet.
PS: Ich habe mich beim Schreiben dieses Blogbeitrages um Genauigkeit bemüht. Allerdings variieren Namensangaben, Jahreszahlen, Gewichts- und Stückangaben je nach Quelle. Gerne könnt ihr mich im Kommentarfeld oder per Kontaktformular korrigieren, falls ihr Unstimmigkeiten entdeckt.
* Die Wochentage und ihre Zuordnungen:
Sonntag:
Nordosten - Sonne - Garuda (Vogelmensch)
Montag:
Osten - Mond - Tiger
Dienstag:
Südosten - Mars - Löwe
Mittwoch (0 - 12h):
Süden - Merkur - Elefant mit Stoßzähnen
Mittwoch (12 - 24h):
Nordosten- Rahu (imaginärer Planet) - Elefant ohne Stoßzähne
Donnerstag:
Westen - Jupiter - Ratte
Freitag:
Norden - Venus - Meerschweinchen
Samstag:
Südwesten- Saturn - Naga (Schlange)
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