Posts mit dem Label #Sonnenuntergang werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label #Sonnenuntergang werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 29. November 2018

Sonnenuntergang am Inle-See

An der Außenbar unseres Hotels am Inle-See, dem Inle Resort & Spa, hatten wir Logenplätze, um den Sonnenuntergang zu beobachten. (Es gibt eine zweite Bar gleich neben dem Restaurant und eine dritte in der Nähe der neuen, einfacheren Bungalows im hinteren Bereich der Anlage, wenn man an Pool und Spa vorbei ist.)


Das Spektakel fand während unseres Aufenthaltes recht früh statt: um 17:21 Uhr Ortszeit. Bereits kurz nach 16 Uhr fingen die Temperaturen an zu sinken. Deshalb saßen wir angetan mit Socken und Jacke jeden Abend in den auf dem Sonnendeck der Bar aufgestellten Liegen und genossen das Schauspiel. Es war jedes Mal grandios! Dazu gab es dann entweder einen Cocktail oder ein Glas Wein - was will man mehr 😍

Die Außenbar
Genau hingucken:
Ich trage Socken und die Jacke hängt griffbereit über der Lehne.
Abends, nachts und am frühen Morgen war es richtig kalt!
So viele Wolken, ob das heute was wird?
Oh ja, es wird was!
Die Sonne ist weg, das Licht, die Farben, die Stimmung sind traumhaft.
Wir hatten zuvor ja schon den Sonnenuntergang in Mandalay vom Mandalay Hill aus und an der U-Bein-Brücke betrachtet, wobei der an der U-Bein-Brücke "außer Konkurrenz" läuft, unser Standort war zu schlecht, weil zu viele Menschen sich mit uns den Sonnenuntergang anschauen wollten. Den Sonnenuntergang in Bagan über dem Pagodenfeld erlebten wir ebenfalls. Hier noch einmal die Fotos zur Erinnerung.

Sonnenuntergang vom Mandalay Hill aus
Sonnenuntergang an der U-Bein-Brücke
Sonnenuntergang in Bagan
Welches war unser schönster Sonnenuntergang in Myanmar? Ich fühle mich außer Stande, ein Ranking aufzustellen.

Welcher Sonnenuntergang ist euer Favorit?




Montag, 26. November 2018

Von Bagan nach Inle

Die meisten Touristen nehmen ein Flugzeug, um von Bagan nach Heho, dem ca. 35 km nördlich vom Inle See gelegenen Flughafen zu gelangen (Ticketkosten um die 100 Euro plus ca. 35 Euro für ein Taxi zum See, Flugzeit ca. 30 Minuten, Fahrtzeit ca. 45 Minuten). Viele fahren mit dem Bus (Reisebus oder Minivan, ab ca. 12 Euro, Fahrtdauer 8 - 11 Stunden). Es gibt sogar einmal am Tag eine Zugverbindung, allerdings wird von dieser Variante generell abgeraten (zu langsam, zu dreckig).

Bei der Vorbereitung unserer Reise hatte ich irgendwo gelesen, dass die Bauarbeiten an der Straße zwischen Bagan und Nyaung Shwe, der direkt am Inle See gelegenen größeren Ortschaft, seit Mitte 2018 abgeschlossen seien und die Strecke nunmehr gut befahrbei sei. Wir entschieden uns deshalb für einen privaten Fahrer und zahlten 224.000 MMK, also etwa 126 Euro. Die Fahrt sollte 6 Stunden dauern.

Außerdem dachten wir, dass wir unterwegs noch ein bisschen Sightseeing machen könnten, bei privaten Fahrten immer eine Option. Kalaw z.B. mit den vielen alten Kolonialbauten aus Zeiten der britischen Besatzung soll schön sein. (Heute starten vor dort aus die dreitägigen Trekking-Touren zum Inle See.) Vielleicht wäre ja auch ein Abstecher nach Pindaya noch möglich, um sich dort die Höhle mit den über 8000 Buddha-Statuen anzuschauen, das wären nur zusätzliche 50 km ...

Nun, wie sich zeigte, war die Straße alles andere als fertig! Über weite Strecken war sie eine Baustelle und wenn Bagan schon staubig war, dann war die Fahrt zum Inle See eine noch weitaus staubigere Angelegenheit! Und wir waren mit Mittagspause 8 Stunden unterwegs, also keine Zeit für Besichtigungen und Abstecher. Zumal unser Fahrer aus der ganzen Angelegenheit einen Familienausflug machte.

Die Straße ist definitiv noch nicht fertig.
Aber der Reihe nach. Wir hatten den Transport an der Rezeption unseres Hotels gebucht. Man sagte uns, dass es ein Minibus sein würde und dass der Fahrer seine 10jährige Tochter dabei haben würde. Okay, dachten wir, so etwas ist in Asien ja nicht unüblich. Als wir morgens um 9 Uhr den Wagen bestiegen, waren außer dem Fahrer und seiner Tochter noch ein Freund des Fahrers (er wurde uns als zweiter Fahrer vorgestellt) und die Frau des Fahrers nebst 8wöchigem Baby mit an Bord. Wie sich herausstellte, lebt die Familie des Fahrers am Inle See und das neue Familienmitglied sollte der Verwandschaft vorgestellt werden.

Der Minibus bot genügend Platz, also schwiegen wir und fragten auch nicht nach einem Preisnachlass 😉

Das Baby war die ganze Fahrt über sehr brav. Immerhin.
Unterwegs: Markttag






















Unser Fahrer fuhr umsichtig, und sein ständig Betelnuss kauender Freund (total eklig diese in Myanmar weit verbreitete Angewohnheit) übernahm auch tatsächlich zweimal für ca. 1 Stunde das Steuer.

Unterwegs kamen wir an einigen Mautstationen vorbei, an denen ein Schild für Ordnung sorgte.


Mittagspause machten wir irgendwo an der Straße. Die Qualität der Speisen in der Raststätte war nicht besonders, aber auch hier gab es wieder ein Hinweisschild, das sehr nützliche Informationen lieferte.

??? Was ist eine "gewöhnliche" Person ???
Warenangebot an der Raststätte
Dieses Vehikel parkte gegenüber der Raststätte.
Durch Kalaw fuhren wir nur durch, aber ich machte ein paar Fotos aus dem Autofenster.




Ziemlich genau um 17 Uhr kamen wir in Nyaung Shwe an. Kurz vor dem Ortseingang hielten wir an einer kleinen Hütte, ein Kontrollpunkt der Polizei. Dort mussten wir pro Person 15.000 Kyat zahlen. Diese Eintrittsgebühr soll helfen, das Biosphären-Reservat des Inle-Sees zu schützen.

Obwohl wir unserem Fahrer erklärten, dass unser Hotel von Land aus erreichbar sei, bestand er darauf, dass wir ein Boot nehmen müssten, um dorthin zu gelangen. Wahrscheinlich wollte er die weiteren 10 km nicht mehr fahren und lieber zusehen, dass er zu seinen Verwandten kam ...

Unser Fahrer lieferte uns bei einem Vermittler ("Reisebürobetreiber") in Nyaung Shwe ab, der 17.000 Kyat für die Fahrt verlangte. Das war viel zu teuer! 10.000 Kyat wäre ein angemessener Preis gewesen, nur das wussten wir zu dem Zeitpunkt nicht.

So kamen wir früher als gedacht zu unserer ersten Bootsfahrt auf dem Inle-See, und das sogar zum Sonnenuntergang.




Was wir am und auf dem Inle-See erlebten? Folgt diesem Link und seht selbst.


Sonntag, 25. November 2018

Sonnenuntergang in Bagan

Mittlerweile können nur noch wenige Pagoden bestiegen werden, um von dort aus den Sonnenuntergang (oder auch Sonnenaufgang) zu beobachten. Als Alternative bieten sich der Bagan Tower an (eine architektonische Sünde am östlichen Rand des Pagodenfeldes, 5 USD Eintritt) oder ein künstlich aufgeschütteter Hügel mit Blick auf den Dhammayangyi Tempel (kostenlos).

Von einem künstlich aufgeschütteten Hügel aus beobachten wir den
Sonnenuntergang. Der Dhammayangyi Tempel mit seiner abgerundeten
Spitze hat eine unverkennbare Silhoutte.
Unsere Kutscher brachten uns zu dem besagten Hügel und auf dem Weg dorthin erlebten wir doch tatsächlich einen Verkehrsstau!


Alle wollen den Sonnenuntergang sehen.
Trotzdem: Das Gedränge war erträglich.
Zuviele Fahrzeuge (Kutschen, Autos, E-Bikes, Minibusse, große Busse) waren auf der schmalen dust road unterwegs und alle wollten vor dem Sonnenuntergang zum Aussichtspunkt. Wir kamen rechtzeitig an und sicherten uns einen guten Platz.

Sogar von meiner Thanaka-Schminke war am Abend noch etwas übrig.


Das Licht ist magisch, mystisch, über der Landschaft liegt ein Zauber.
Bereits um 17:30 Uhr war das grandiose Schauspiel zu Ende. Zeit für den Heimweg ...

Unsere Kutschfahrt war lange gewesen, sehr staubig, mitunter fast zu wackelig, aber wirklich schön! Wir hatten beileibe nicht alles gesehen, was Bagan zu bieten hat, sogar einige der wichtigsten Pagoden und Tempel hatten wir ausgelassen, aber es war mehr als genug für einen Tag.

Alles in allem hat uns Bagan aufgrund der Vielzahl und Vielfalt von Tempeln und Pagoden beeindruckt. Bagans Reiz und Charme liegen in der "geballten Ladung" der über 2000 Stätten auf engstem Raum. Um jeder Ruine, jedem Tempel und jeder Pagode gerecht zu werden, braucht man viel Zeit - oder man muss öfter wiederkommen. 😊





Samstag, 24. November 2018

Allgemeines zu Bagan

Bagan war ab dem Jahr 849 über 400 Jahre lang Sitz des Königs, Hauptstadt von Burmas erstem vereinigten Königreich. Damals war die Stadt 15 mal größer als das damalige London!

Eine Gebirgskette im Westen schützt Bagan vor Regen und Wind, dadurch gilt die Ebene als eines der trockensten Gebiete Myanmars. Sie gleicht einer Steppenlandschaft.

Heute ist der Besuch in Bagan ein MUSS bei jeder Myanmar-Reise, denn es ist berühmt für die Vielzahl seiner Pagoden. Von den ursprünglich mehr als 10.000 (!!!) Pagoden und Tempeln haben immerhin über 2.000 dem Zahn der Zeit standgehalten und diverse Plünderungen und Erdbeben überstanden (das letzte Erdbeben war im August 2016).

Für den Besuch der Archäologischen Zone muss ein Ticket gekauft werden, das drei Tage Gültigkeit besitzt. Der Preis beläuft sich auf 25.000 MMK. Entweder kauft man es bei der Ankunft mit Flugzeug, Bahn oder Boot direkt an einem Stand oder einer Bude, oder man erwirbt es beim Besuch der ersten Pagode. Dieses Ticket sollte man immer bei sich führen.


Um das Pagodenfeld von Bagan liegen drei Ortschaften:

Neu-Bagan liegt ca. 4,5 km südlich vom Pagodenfeld. Hierhin siedelte die Regierung 1990 die Menschen um, die bis dahin inmitten der Pagoden lebten.

Alt-Bagan liegt am nächsten zum Pagodenfeld, ist das eigentliche Zentrum des historischen Tempelareals. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Unterkunft und Verpflegung hier am teuersten sind. Hier liegt auch der Anleger für Fähren und Touristenboote.

Nyaung U liegt ca. 9 km nordöstlich vom Pagodenfeld. Ganz in der Nähe befinden sich auch der Flughafen und der Bahnhof, was Nyaung U zum "Tor zu Bagan" macht. Hier gibt es Unterkünfte und Restaurants für jedes Budget. Auch wir haben hier gewohnt.

Die drei Ortschaften sind mit einer gut ausgebauten Straße untereinander verbunden und auch entlang der Straße liegen mehrere Pagoden.


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Pagodenfeld von Bagan zu erkunden:

Neben PKW und Kleinbus als Fortbewegungsmittel sieht man viele Touristen, die mit E-Bikes unterwegs sind. Es gibt sie überall zu mieten (ab 5.000 MMK pro Tag bei einer Person, 8.000 MMK, wenn man einen Sozius mitnimmt).

Auch ganz normale Fahrräder kann man mieten, allerdings kann ich mir vorstellen, dass diese Art der Fortbewegung eine recht schweißtreibende Angelegenheit ist, immerhin ist das Pagodenfeld 36 km2 groß! Morgens und abends ist es zwar recht kühl (um die 10°), aber tagsüber steigen die Temperaturen auf 30° und der Zustand der Straßen und Wege zwischen den Pagoden ist nicht der beste.

Wir hatten über die Rezeption unseres Hotels Pferdekutschen angemietet! Kostenpunkt: 30.000 MMK pro Tag pro Kutsche, die Platz für 2 Personen bietet.


Es wurde eine sehr staubige, ermüdende aber auch spannende und faszinierende Angelegenheit! Mehr darüber hier.

Egal, für welche Fortbewegungsart man sich entscheidet, man sollte auf alle Fälle Trinkwasser dabei haben und auch seine Sonnenbrille nicht vergessen.

Am schönsten ist die Atmosphäre zwischen den Pagoden bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Das goldene Licht, das die Sonne zwischen Tempeln und Ruinen zaubert, ist dann fast magisch.

Sonnenuntergang von einem künstlichen Hügel aus
Natürlich ist das Gedränge der Touristen an und auf den Pagoden zu diesen Tageszeiten auch am größten. Das Besteigen vieler Pagoden ist übrigens seit 2016 verboten, bei einigen ist es aber noch möglich. Die wohl bekannteste zum Bestaunen des Sonnenuntergangs und damit auch die überlaufenste ist die Shwesandaw Pagode. Alternativ gibt es die Möglichkeit, für 5 USD einen Aussichtsturm zu besteigen (Nan Myint oder Bagan Tower). Der Turm an sich, der am östlichen Rand des Pagodenfeldes liegt, ist allerdings ein Monstrum.

Wir fuhren zum Sonnenuntergang zu einem künstlichen Hügel, auch von dort aus hatten wir einen atemberaubenden Ausblick und die Menschenmassen waren erträglich.

Zum Sonnenaufgang machten wir eine Ballonfahrt! So cool!!! Aber auch extrem teuer (off season zahlten wir 320 USD). Mehr darüber hier.

Insgesamt waren 20 Ballons in der Luft!
Man sollte aus Respekt beim Besuch der Tempel und Pagoden auf angemessene Kleidung achten. Eigentlich versteht sich das von selbst, aber wir sahen auch Touristen, die in dieser Hinsicht vollkommen ignorant waren. Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Die heiligen Stätte darf man nur barfuß betreten. Ich habe in meinem bisherigen Leben noch nie so schmutzige Füße gehabt wie während unserer Myanmar-Rundreise! Aber Wasser, Seife und Wurzelbürste haben abends geholfen, sie wieder sauber zu kriegen.

Bei meinem Posting über unsere Kutschfahrt durch Bagan erwähne ich zwar einige Pagoden namentlich, allerdings bin ich der Meinung, dass man Bagan als Gesamtkunstwerk betrachten sollte. Bei mehr als 2.000 Pagoden in allen Größen und Formen, die teilweise nicht einmal einen Namen sondern nur eine Nummer tragen, verliert man ganz schnell den Überblick. Was beeindruckt ist die Vielzahl und Vielfalt an Tempeln und Ruinen, für mich gab es bei unserem Besuch nicht DIE Pagode, deshalb werdet ihr bei mir auch keine Liste der wichtigsten Pagoden Bagans finden, aber im Netz gibt es genügend davon. Hier geht es zu einer guten und umfassenden Liste der wichtigsten Pagoden in Bagan.

Bagan ist trotz seiner vielen Pagoden und der einmaligen Atmosphäre nicht Weltkulturerbe. Das liegt u.a. daran, dass reiche Burmesen inmitten der alten Tempel neue als Spende errichten ließen, zum Teil auf den Fundamenten der alten. Der Bagan Tower hat natürlich auch seinen Teil dazu beigetragen ... Dennoch ist Bagan eine der wichtigsten historischen und religiösen Stätten in Südostasien.

Edit:
Nachdem wir schon lange zu Hause waren, las ich einen Artikel, dass Bagan im Juli 2019 zum Welterbe erklärt worden ist.





Mit der Pferdekutsche durch Bagan (2)

Wie zuvor versprochen gleich als erstes ein Foto von mir, das nach der Schminkaktion während der Mittagspause entstanden ist.

Die beiden Statuen von König Manuha und seiner Königin
stehen im Manuha Phaya, ein Tempel, den der gefangen
gehaltene Mon-König Manuha im Jahre 1059 errichten ließ.
Im Manuha Tempel verbrachten wir ehrlich gesagt mehr Zeit im Vorraum mit der riesigen Opferschale als im Tempel selber. Kathrin war - mal wieder - ein begehrtes Fotomotiv der anwesenden Burmesen, sodass wir uns kaum loseisen konnten. Gestern, während unseres Besuches, war der Tag des Vollmondfestes Tazaungmon, deshalb war der Tempel voller Gläubigen, die ihre Spenden überreichen und ihre Opfergaben darbringen wollten. (Die eigentlichen Zeremonien fanden erst in den Abendstunden statt.)

Die Opferschale war bei unserem Besuch gut gefüllt.
Zu dem liegenden Buddha im hintersten Tempelraum konnten wir gar nicht vordringen. Aber die drei sitzenden Buddha-Statuen, die in wirklich engen Räumen aufgestellt sind, waren beeindruckend.

Keine perfekte Aufnahme, aber nützlich, um
einen Eindruck der Größe der Statue zu vermitteln.
Übrigens heißt es, dass die Räumlichkeiten bewusst so klein gehalten sind, um das Gefühl der Bedrückung widerzuspiegeln, unter dem König Manuha während seiner langjährigen Gefangenschaft litt. Der König und Gründer von Bagan, Anawrahta, hatte von Manuha, dem König der Mon, die Herausgabe von heiligen buddhistischen Schriften verlangt. Als Manuha sich weigerte, überfiel Anawrahta dessen Königreich und nahm den König und Tausende von Künstlern und Handwerkern der Mon gefangen und brachte sie nach Bagan.

Bevor wir diesen Tempel besichtigten, machten wir allerdings noch einen kurzen Abstecher zu einer Werkstatt, in der traditionelle Lackarbeiten angefertigt werden. Mehr darüber hier.



Als nächstes stand bei uns die Besichtigung des in unmittelbarer Nähe zum Manuha Phaya gelegenen Nanpaya Schreins auf dem Programm. Es gibt eine Legende, die besagt, dass dieser Tempel als Gefängnis für König Manuha diente. Aus einem ehemaligen Hindu-Tempel wurde ein Gefängnis, weil das leichter war, als daraus einen buddhistischen Tempel zu machen. Auf alle Fälle ist dieser kleine Tempel der erste in Bagan, der im 11. Jahrhundert aus Sandstein und Backsteinen im Gu-Stil (hohl, begehbar) errichtet wurde.


Die sich im Innern befindenden Sandsteinreliefs sind wunderschön gearbeitet.


Und wie überall bei Tempeln und Pagoden sind Souvenirverkäufer nicht weit.


Die Myazedi-Pagode, die wir als nächstes besuchten, stammt aus dem 12. Jahrhundert.





Sie ist auch unter dem Namen "Smaragd-Stupa" bekannt und besonders berühmt wegen der sich dort befindenden Myazedi- oder auch Yazakumar-Inschrift, die seit 2015 auf der UNESCO-Liste des Weltdokumentenerbes ihren Platz hat.


Yazakumar erbaute diese Pagode und hat die Steinsäule seinem Vater, König Kyanzittha, gewidmet, der erst spät von der Existenz seines leiblichen Sohnes (und damit rechtmäßigen Erben) erfuhr, da er Yazakumars Mutter verließ, ohne zu wissen, dass sie mit einem Sohn schwanger war. Der König ernannte deshalb seinen Enkel, den Sohn einer seiner Töchter, zu seinem Nachfolger. Auf den vier Seiten des Steins erklärt Yazakumar in vier Sprachen (Pali, Pyu, Mon und Birmanisch), dass er das Andenken an seinen Vater ehren und die Lehren Buddhas befolgen will. Außerdem droht er allen, die das Vermächtnis entehren damit, dass sie niemals den Weg ins Nirwana finden sollen.

Mit Hilfe dieses Steinquaders gelang es übrigens, Pyu zu entziffern.


Nachdem wir aus der Myazedi-Pagode herauskamen, geschah das Unfassbare, wenn auch (im Nachhinein ersichtlich) Unvermeidliche: Chang und Carlos erlitten einen akuten Anfall von Tempel-Koller. Beide wollten unter allen Umständen erst ein kaltes Bier, bevor sie bereit waren, die Besichtigungstour fortzusetzen. Da Kathrin und mir auch schon der Kopf schwirrte, sagten wir unseren Kutschern, sie sollten uns statt zur nächsten Pagode doch lieber zu einem Gasthaus bringen, was sie dann auch taten.

Nach einer ca. einstündigen Pause fühlten wir uns dann wieder aufnahmefähig. Allerdings war es jetzt bereits so spät am Nachmittag, dass kaum noch Zeit blieb, um vor dem Sonnenuntergang weitere Besichtigungen zu machen. Aber den berühmten Ananda Phaya, einer der vier wichtigsten Tempel in Bagan, wollten wir uns dann doch noch anschauen.


Der Ananda Tempel wurde von König Kyanzittha im Jahr 1105 errichtet. Er ist u.a. wegen seiner perfekten Proportionen berühmt.


Nun, wir kamen zu spät. Das Foto oben entstand durch die verschlossenen Gittertore.

Also machten wir uns auf den Weg, um den Sonnenuntergang über Bagan anzuschauen. Wie wir den erlebten, könnt ihr hier nachlesen.